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Avatar von Timogenes

Hat Dich schonmal jemand ein “einmalig epochales Genie” genannt, Tanja? Nachgeholt. Es gibt sogar noch einen weiteren, kleinen feinen Kniff, der gefällt dir bestimmt und ergänzt deine Analyse des fehlenden Sprachgefühls: KI kann nicht reimen und sich auch keinen Reim machen. Nur abschreiben. “Ehrlich” ist sie nur, wenn sie etwas. Wenn sich KI Texte reimen, dann weil ihr es jemand als solchen getagged hat. Wenn du ein Textprogramm mal wirklich qüalen willst, lass es “reimen” . 😂 Der schreibt vor deinen Augen Hausaufgaben vom Nachbarn ab und klaut wie ein Rabe. Dann wirft er mit Freundlichkeit um sich, weil sie schwitzt wie ein Dieb auf der Flucht. Der Kinski im Verkehrsfunk hat mega Potenzial. Weil diese Art fehlt , im Alltag. Deine Sprachstimme schneidet jedenfalls wie ein Lichtschwert. Aber stumm. Ohne die albernen Geräusche, als strecke man die zunge in einen ventilator.

Avatar von Sandra Pfeifer

Liebe Tanja,

danke für deinen überaus informativen und spannenden Beitrag, den ich auch schon mit einer geschätzten Texter-Kollegin geteilt habe.

Zu deiner Darstellung mit der Sache mit dem "Gedankenstrich" - die uns nach dem Lesen deines Beitrages in eine angeregte Diskussion verfallen lies - möchte ich gerne noch etwas hinzufügen:

Es mir auch aufgefallen, dass KI-Texte sich oftmals dem Gedankenstrich bedienen. Allerdings muss man dazu sagen, unterliegt seit mehr als 10 Jahren auch die deutsche Sprache einem Wandel (oder "Aufstieg"). Da sich mit Webtexten und Social Media auch die fürs Deutsche so bekannten Schachtelsätze immer mehr reduzieren (wir sprechen hier nicht von Literatur), weil diese fürs "digitale Auge" zu mühsam zu lesen sind, gehen wir vielerorts sprachlich in eine Kürze und Leichtigkeit, die wohl auch der Gedankenstrich vermittelt, eben weil er einen einfacheren Lesefluss zulässt, als Beistriche, die "trennen" oder gefühlt eher "bremsen".

Dazu möchte ich gerne noch den Gedanken meiner lieben Texter-Kollegin und Freundin hier teilen, die dazu angemerkt hat, dass sie selbst nach vielen Jahren schreiben diesen (Gedankenstrich) noch immer sehr schätzt und anwendet wegen seiner stimmungsvollen- und anregenden Pausen, die sein Zweck vermittelt soll und auch tut.

Da es in der Medienlandschaft meist oft um Marketing und damit verbunden ein schnelles, effizientes Vermitteln von einer Nachricht (oder Wissen) geht, ist dies ein gutes Mittel zum Zweck geworden (so wie sich die Sprache, immer mehr verändert - abgesehen von den mittlerweile akzeptierten Anglizismen, "for better or worse" :)

Ich persönlich bin auch ein großer Fan vom Gedankenstrich, weil er zumindest aus stilistischer Sicht, eine Leichtigkeit in Texte und die deutsche Sprache bringt nach der ich mich bislang oft gesehnt habe. Manchmal sehe ich diesen vielleicht sogar ein wenig als eine Brücke in die neue Welt (der deutschen Sprache). Aber vor allem finde ich schön, dass man sich über ein Satzzeichen so ausgiebig unterhalten kann. Sprache und Ausdruck sind einfach etwas unendlich Schönes. Und ich hoffe, wir geben unser Wissen dazu und die Freude am Kommunizieren nicht einfach aus Bequemlichkeit an eine außenstehende "Intelligenz" ab.

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